Die Geschichte des Turmes

Vor dem Bau des heutigen Carolinenturms befand sich auf dem Kötsch ein hölzerner Turm, der von der Gardekavalleriebrigade Potsdam als trigonometrischer Punkt für die preußische Landesvermessung erbaut wurde. Der Thüringer Waldverein baute ihn später zu einem Aussichtsturm um. Bereits 1904 war dieser Turm in so schlechtem Zustand, dass er abgerissen werden musste.

1905 gründete sich unter Vorsitz des Justizrats Kästner ein Turmbauverein mit dem Ziel, einen Gedächtnisturm zu Ehren der kürzlich verstorbenen Großherzogin Caroline von Sachsen-Weimar-Eisenach zu errichten. Um die Bausumme in Höhe von 18.000 Mark aufzubringen, wurde im ganzen Land gesammelt. Vereine und Bürger spendeten. Es wurden Wohltätigkeitskonzerte und Vorträge bekannter Persönlichkeiten veranstaltet. Die Steine für den Bau des Turmes stellte der Kapitänleutnant Dyes aus seinem Kalksteinbruch in Mechelroda zur Verfügung.

Nach der Grundsteinlegung am Sonntag, dem 28. Juni 1908, erfolgte am Sonntag, dem 07. November 1909 die festliche Einweihungsfeier.

In der Vorwendezeit dem Verfall preisgegeben, wurden der Aussichtsturm und sein Umfeld seit 1987 durch die Kötschberggemeinde e.V. umfassend saniert und neu gestaltet. Unzählige Arbeitseinsätze waren notwendig, um den Turm wieder begehbar zu machen und durch die Erneuerung von Fenstern und Dachhaut vor Witterungseinflüssen zu schützen. Das Plateau wurde von Unrat und Wildwuchs beräumt und bietet heute gepflegte Rasenplätze, Sitzgruppen, einen Spielplatz und einen Wissenspfad.